Dungkopfrunde

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Bei dem heutigen Wetter war uns zwar danach, uns etwas zu bewegen, allerdings wollten wir dafür nicht weit fahren. Es sollte etwas mit "Waldanteil" sein.
Und bis auf eine kurze Schauer haben wir sogar Glück gehabt.


Wir parken am Sportplatz Ortsausgang Oedingen, passieren den aufgeschütteten Aussichtswall auf der ehemaligen Kreismülldeponie und gehen zunächst an der ehemaligen Werkseinfahrt vorbei. 

Die ehemalige Kreismülldeponie Oedingen wurde vom 1. Januar 1973 bis zum 31. Dezember 1998 vom Kreis Ahrweiler betrieben. Zuvor war sie von der Stadt Remagen betrieben worden.
Später wurde auf der ehemaligen Hausmülldeponie eine Aussichtsplattform gebaut. Diese Plateau kann von der am Fuß der früheren Deponie gelegenen Grillhütte aus erreicht werden. Das Plateau ist für die Öffentlichkeit zugänglich und ermöglicht den freien Blick auf das Siebengebirge und - bei gutem Wetter - bis zum Kölner Dom (Quelle und weitere Informationen).


Es geht jetzt stetig hinab nach Unkelbach.
Die starken Regenfälle der letzten Nacht und auch der Tage zuvor haben schon recht viel Laub auf den Boden gebracht.


Zwischendurch lichtet sich der Wald.


Odin will auch noch einmal aufs Bild.


Etwas später erreichen wir den Ortsausgang von Unkelbach in der Nähe des Friedhofes.
Für ein kurzes Stück gehen wir an der Fahrstraße entlang, bis wir an der Brücke über den Unkelbach selbst wieder auf dem Fußgängerweg gehen können.
In Höhe der Straße Am Burggarten geht es nun rechts in die Höhe, wobei wir nach kurzer Zeit einen Links-Rechts-Schwenker machen und auf den Dungkopf gelangen.

Im Jahr 1822 wurde der erste Abbauvertrag für einen Basaltsteinbruch auf dem Dungkopf in Unkelbach abgeschlossen. Ab 1881 wurde eine Pferdeeisenbahn vom Steinbruch zum Rhein hinunter gebaut. Nachdem der Weinbau im Jahr 1907 als Arbeitgeber weggefallen war, entwickelte sich der Steinbruch zum wichtigsten Arbeitgeber des Orts. Von den knapp 400 Erwerbstätigen des Orts arbeiteten in den 1950er und 1960er Jahren etwa ein Drittel im Steinbruch. 1970 waren nur noch 14 Arbeiter im Steinbruch beschäftigt. 1997 wurde der Basaltabbau eingestellt. Sämtliche technischen Anlagen wurden abgebaut (Quelle und weitere Informationen). 

Vor Ort findet sich ein eingezäuntes Areal, bei welchem das Gelände jedoch durch ein nicht verschlossenes Zugangstor betreten werden kann.
Hier führt ein Weg zu einem der Seen hinab.
Allerdings ist dies wohl auch das "Auslaufareal" für einige Ortsansässige Hundehalter, die mit ihren Fahrzeugen bis direkt an das Tor fahren und die Hunde dort laufen lassen - wie ich schon mehrfach feststelle durfte.
Da uns so viel Faulheit nicht steht, gehen wir ein Stück weiter und dort zu einem weiteren See.

Ein interessanter Artikel zu diesem eingezäunten Areal findet sich in diesem Artikel: Hohe Zäune für große Tiere.


Wir bleiben oberhalb des Sees stehen. Es ist einfach zu nass und rutschig heute auf dem Basalt.
Daher zwei Bilder von früheren Wanderungen.


Der Abstieg seinerzeit noch mit Balou und Draga.


Bild von einer der ersten Wanderungen mit Jilly direkt hinab an den Dungkopfsee.


Weiter geht es am Rand des Abbruchgebietes entlang.
Hier befinden sich zwar noch Schutzabsperrungen, allerdings sind die meisten verrottet.


Wir halten uns anschließend rechts und merken - gerade bei diesen Regentagen - dass sich in der Nähe einige Pferdeställe etc. befinden.
Wir versinken im Matsch - so auch an den Rändern, da sich hier ebenfalls ausreichend Hufabdrücke finden lassen.


Zwischendurch.


Wir befinden uns in der Nähe von Birresdorf und laufen auf den Bentgerhof zu.


Nachdem wir diesen passiert haben, gehen wir weiter in Richtung Oedingen.
Das Wetter hat sich kurz geklärt und wir können tief in die Ferne blicken.


Nun ist es nicht mehr weit bis zum Parkplatz und zum Ende der Rundwanderung.



Ähnliche Touren:

> z. B. Rundweg Steinbruch Dungkopf am Rhein (7,5 km)
> z. B. Von Aussichten in die Eifel und Seen am Rhein (14,0km)

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