Von Hexen bei Winningen an der Mosel

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Als Ausgleich für den gestrigen Trainingstag mit den Hunden stand heute wieder eine gemeinsame Wanderung an.
Es sollte wieder "etwas mit Weinreben" werden, allerdings diesmal nicht an der Ahr.

So stand heute dann eine Rundwanderung in Winningen an der Mosel an.


Diesem Wegekennzeichen wollten wir eigentlich folgen.
Es steht als Wegemarkierung für den Winniger Hexenpfad.
Leider war die Beschilderung "unterirdisch", da nur noch sporadisch vorhanden.
Auch gibt es widersprüchliche Angaben zu dem Wegverlauf im Internet.


Wir fahren über die A61 zur Ausfahrt Winningen und halten uns an die Ausschilderung zum Flugplatz Winningen. Kurz vor dem Parkplatz am Landeplatz selbst finden sich in einer Kurve ein paar Stellmöglichkeiten für Fahrzeuge.
Wir holen die Hunde aus dem Fahrzeug und gehen direkt hinab zu dieser Schutzhütte.


Wir sind früh unterwegs und es ist noch sehr diesig.
Wir blicken hinab auf die Mosel.
Ganz links liegt Koblenz. Zu sehen ist hier der Ort Lay auf der anderen Moselseite.
2015 war ich dort mit meinem zwischenzeitlich verstorbenen Rüden unterwegs: Carolaturm und Layer Berg.


Wir folgen dem Weg hinab und treffen auf den Moselhöhenweg dieser Moselseite.


Wir legen eine Wanderschleife ein und halten uns - auf dem Weg unterhalb angekommen - zunächst einmal nach rechts.


 So geht es an Steillagen entlang und wir werfen weiterhin Blicke hinab auf die Mosel.


In einer Kurve führt der "Weinhexweg" scharf nach rechts in die Höhe.

 
Für ein kurzes Wegstück geht es in den Wald hinein.
Zunächst an einem Spielplatz vorbei ...


... erreichen wir eine Stele auf dem Hexenhügel - einer ehemaligen Richtstelle. 

Auf dem Hexenhügel befindet sich ein Denkmal zur Erinnerung an die Opfer der Hexenverfolgungen. Die Winninger Hexenprozesse forderten im 17. Jahrhundert wohl über 20 Opfer. Das Denkmal wurde bereits 1925 errichtet und zählt somit zu den ältesten Denkmälern für die Hexenverfolgung.
Das Denkmal trägt eine Inschrift, die sich über die vier Seiten der Stele hinzieht und folgendermaßen beginnt: „Hexenhügel / In der dunkelsten Zeit / des Aberglaubens / in den Jahren 1641–1651 / fanden hier den Feuertod:“.
Es folgen die Namen der Hingerichteten. Auf einer Seite stehen die folgenden drei Namen:
  • Am 10.11.1648: Veit Gail
  • Am 14.7.1651: Frau Ww. Dorothea Kröber
  • Am 14.7.1651: Philipp Mölich (Quelle).

Der Pfad führt wieder auf den Hauptweg und wir gehen nun zum Landeplatz, wobei wir unser abgestelltes Fahrzeug passieren.
Kurz vor der eigentlichen Zufahrt zum Landeplatz, führt ein parallel dazu verlaufender Weg rechts weiter.


Hier treffen wir das erste Mal auf das Wegekennzeichen des Hexenpfades.


Wir laufen nun am rechten Rand des Landeplatzes entlang, wobei es auch durch den Wald geht.
Natürlich hören wir die Geräusche startender Motorflugzeuge, aber auch von Hubschraubern.
Irgendwie gehört es aber auch dazu und stört uns daher nicht.


Ein wenig Abwechslung bieten nun die verschiedenen Wege auf dem Weg nach Bisholder.


Alsbald erreichen wir den Ortsteil Bisholder und gehen vor der Kirche rechts weiter zur Layerbachsiedlung.
Es geht weiter nach Güls, wobei wir um den Tennisplatz gehen und somit den Wendepunkt der Wanderung einläuten.


Wir sind jetzt auf einem Teilstück des Moselsteiges unterwegs und werden entlang der Weinreben auf dem Weg geführt.


Wir gewinnen langsam wieder an Höhe.


Schnell noch ein Foto mit Blick auf die Mosel und Lay.


Ein Stückchen weiter oben ein gleiches Bild.


Der Aufstieg nimmt kein Ende, ist allerdings sehr moderat und leicht zu bewältigen.


Wir laufen in relativer Nähe zu dem rechts von uns parallel verlaufenden Hinweg auf dem Moselsteig und Teilstück des Rheinhöhenweges entlang.


Wir treffen auf ein schon rechts verblühtes, aber dennoch schön anzusehendes Sonnenblumenfeld zu.


Mitten zwischen den Weinstöcken finden sich wilde Rosen.
Klar, dass da Jilly abgelichtet werden muss.


Ein Blick hinab auf die Mosel und Winningen selbst.


Noch einmal ohne Hunde.


Jilly will abkürzen.
Leider falsche Stelle.


 Irgendwie schön hier.


Noch ein letzter Blick auf die Mosel und Lay auf der anderen Seite und wir gehen die wenigen Meter weiter, bis wir auf den Aufstieg zur Schutzhütte vom Start gelangen.


Fazit:

Hat schon Spaß gemacht - auch wenn es natürlich keine Premiumwanderung war.


Track, Übersicht und Karte:



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