Entlang der Ahr zwischen Lohrsdorf und Bad Bodendorf

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Ein kurzer Blick am frühen Morgen aus dem Fenster:
Es regnet in Strömen.
Eine ausgesuchte Wanderung in der Eifel fiel somit schon einmal flach.
Also einen Track gebastelt, der mich wieder entlang der Ahr führen sollte und los.


Ich parke in Bad Bodendorf am Ehrenfriedhof und laufe auf das gemeinsame Informationsschild "Weg der Düfte" (keine weiteren auswertbaren Informationen gefunden) und "Aachen-Frankfurter-Heerstraße" zu.


Zunächst sind wir auf asphaltiertem Wegstück unterwegs, welches uns später an die Ahr führen wird.


Wir treffen auf die Ahrbrücke an der Bäderstraße ein, gehen rechts zuvor den Weg hinab an die Ahr und hier wieder rechts in Richtung Lohrsdorf.


Es wird nun ein wenig "abenteuerlicher". Der Weg mutiert zu einem Pfad mit teils unterschiedlicher Breite. Das macht Spaß.


Der Regen hat ein wenig nachgelassen.


Erste Erfrischung für Jilly in der Ahr bei leichtem Regen und knapp 16 Grad Celsius.


Was mir besonders gefällt - obwohl diese Rundwanderung jetzt nicht wirkliche Besonderheiten aufweist - ist, dass gerade auf diesem Hinweg der Blickwinkel ständig variiert.


Jilly möchte immer wieder in bzw. an das Wasser.





In Lohrsdorf haben wir den Wendepunkt der Rundwanderung erreicht und wechseln über diese Brücke auf die andere Ahrseite.



Blick in Richtung Bad Bodendorf.





Was mir besonders gefällt: Jilly ist besonders an anderen Tieren interessiert.
Das Highlight hierzu fand allerdings dann auch am Ende der Wanderung statt.



Der Rückweg hat einen hohen Asphaltanteil, ist aber nicht minder uninteressanter.


Es geht nun in Richtung Ehlinger Ley, die wir im weiteren Wanderverlauf unterhalb passieren werden.


Unterwegs noch etwas fürs "Auge".





Gegenüber auf der anderen Uferseite stand Jilly auf dem Hinweg im Wasser (siehe Bild oberhalb).



Wir haben jetzt theoretisch die Brücke über die Ahr in Richtung Ehrenfriedhof erreicht und die eigentliche Planung bestand darin, über diese zurück zum Fahrzeug zu gehen.
Allerdings habe ich vergessen, dass die Brücke nach den schweren Unwettern vom letzten Jahr tatsächlich nicht mehr passierbar ist. Die Seitenwände stehen noch, der Boden ist nicht mehr vorhanden.


Zurückgehen bis zur letzten Brücke?
Ich entscheide mich dafür, am historischen Thermalfreibad vorbei in die Höhe von Sinzig zu gehen und von dort aus am Schwanenteich den Rückweg einzulegen.

Eine Attraktion des am Waldrand gelegenen nostalgischen Bades sind die Umkleidekabinen aus den 50er Jahren mit ihren bunt lackierten Holztüren, von denen einige an Stammgäste dauerhaft verpachtet sind. Eine weitere Besonderheit liegt im Wasser selbst, das aus 120 Metern Tiefe umittelbar ins Bad gefördert wird und dem nur eine minimale Chlormenge hinzugefügt wird. Das im Wasser enthaltene Mangan wird vor dem Einlass ins Becken herausgefiltert, da das Wasser sonst, wenn es mit Sauerstoff in Berührung kommt, eine trübe braune Farbe annehmen würde. 11.000 Liter Thermalwasser werden pro Stunde dem Beckenwasser zugefügt. Auf einer 5000 Quadratmeter großen Liegewiese kann man sich sonnen oder Schatten unter hohen Bäumen suchen, während die Kinder sich auf dem Spielplatz vergnügen. Für das leibliche Wohl sorgen ein Biergarten und ein Café mit Terrasse, die mittags ständig wechselnde Tagesgerichte anbieten (Quelle).


Wir überqueren später erneut die Ahr über diese Brücke ...


... und gehen zum Tiergehege Schwanenteich.


Jilly findet eine neue Freundin. ;-)


Besonders schön fand ich, dass sich beide gegenseitig zum "Spielen" animiert haben - lediglich der Zaun war natürlich störend. ;-)


Kurz danach erreichen wir wieder den Ehrenfriedhof und beenden hier unsere Rundwanderung.

Während verstorbene Gefangene aus dem Lager in der Goldenen Meile zunächst auf umliegende Friedhöfe verteilt wurden, fanden vom 28. April bis zum 15. Juli 1945 1090 Lagertote auf dem Ehrenfriedhof in Bad Bodendorf ihre letzte Ruhestätte. Der am 28. April 1945 auf Anordnung der Aliierten angelegte Friedhof ist die größte geschlossene Kriegsgräberstätte im Kreis Ahrweiler. In den weitaus meisten der 1213 Gräber sind deutsche Soldaten begraben, Insassen des Kriegsgefangenenlagers "Goldene Meile". Aber auch 41 Österreicher, fünf Ungarn, vier Letten, zwei Holländer sowie je ein Franzose, Pole und Rumäne wurden dort beerdigt. Dass damals derart viele Gefangene starben, lag an der ungünstigen Witterung des Frühjahrs 1945 und am Hygiene-Wahn der Amerikaner. Sie entlausten sämtliche Gefangenen und nahmen ihnen aus Angst vor Infektionen die Mäntel ab. Deshalb konnten sich die Gefangenen – insbesondere in den Nächten - kaum vor Kälte und Nässe schützen.Aus seuchenhygienischen Gründen wurde der Friedhof seinerzeit einige Kilometer vom Gefangenenlager, das sich in den Rheinwiesen von Bad Breisig bis nach Remagen erstreckte, entfernt angelegt. (Quelle).



Track, Karte etc.:

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