Rund um das Segelfluggelände Mönchsheide

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Nach der ersten längeren Wanderung gestern mit Jilly stand heute nur eine kürzere Runde an.
Und da das Wetter passte, ging es zu einer Rundwanderung hinauf zum Segelfluggelände Mönchsheide - hier läuft auch der gleichnamige Rundweg mit der Markierung 3 entlang.


Dieser Markierung werden wir zu fast 80 % des Weges folgen.
Erst am Ende wählen wir eine alternative Wegführung.


Grundsätzlich geht es am Waldrand entlang. Nur an wenigen Stellen gehen wir ein kurzes Stück durch den Wald.


Direkt am Weg findet sich auch der Abzweig zum Waldlehrpfad.
So findet sich auch diese Installation hier.


An dieser Stelle führt der Märchenweg (Wanderung in 2014 findet sich hier) rechts weiter.
Wir bleiben jedoch auf dem linken Weg und passieren somit die sichtbare Sinnesbank.


Natürlich kann dieser Weg nicht besonders viel für das Auge bieten.
Jilly hat jedenfalls Spaß - und das zählt.


Wenigstens bietet der Weg ein paar kleinere Kurven als Abwechslung.


Das heute als Segelfluggelände genutzte Plateau wurde ab 1937 vom Reichsarbeitsdienst zu einem Ausweichflughafen für den Fliegerhorst Niedermendig mit zwei Grasbahnen gebaut. Der Flugplatz wurde von der Luftwaffe kaum genutzt, von 1942 bis 1944 waren zur Täuschung Holzattrappen von Flugzeugen aufgestellt. 1944 verlegte die 6. Staffel der Transportgruppe 10 auf die Mönchsheide, die Flugzeuge wurden aber von amerikanischen Tieffliegern zerstört. Zwischen Dezember 1944 und Februar 1945 waren noch einzelne Flugzeuge der Fernaufklärungsgruppe 123 in Niederbreisig stationiert.
Nach dem Rückzug der deutschen Truppen verlegte die US-Armee zudem bis zum 24. März 1945 155-mm-Haubitzen auf die Hochfläche, um den alliierten Vormarsch im Westerwald zu unterstützen.[
Nach dem Ende des Krieges verlegte zunächst eine amerikanische Radar-Stellung auf die Mönchsheide, wurde aber 1952 wieder abgezogen. Danach wurde die Freifläche vor allem landwirtschaftlich genutzt. Erst ab 1970 wurde das Plateau wieder als Flugplatz genutzt, nun als Segelfluggelände.
Aufgrund des stetig wachsenden militärischen Flugbetriebs siedelte der Aero-Club Andernach 1970 von Niedermendig auf die Mönchsheide um und nennt sich seitdem Luftsportverein Mönchsheide Aero-Club Bad Breisig-Andernach e. V. (Quelle).


Es ist noch nicht zu warm, so dass das Wandern mit dem Zwerg sehr angenehm ist.


Zwischendurch auch mal posieren lassen.


Der Weg 3 führt uns über die Zufahrt zum Segelfluggelände von Franken aus, so dass wir wenigstens ein kurzes Stück nicht auf diesem asphaltierten Fahrstück laufen brauchen.


Wenig später als auf dem Bild zu sehen, kommen wir zumindest für ein kurzes Stück auf die Fahrstraße.
Kurz nach dem Fluggelände verlassen wir den Weg 3, der rechts in den Wald führt.
Wir wollen aber noch am Gutshof vorbei und verlassen ihn hier.


Wir haben Glück. An der Zufahrt zum Gutshof stehen schon die ersten Flugapparate, die mittels Winde in die Luft gezogen werden wollen.
Und nein: den Namen habe ich nachträglich hinzugefügt. ;-)


Wir haben Glück. Etwa fünf Minuten warten wir vor Ort, bis das erste Fluggerät in die Höhe gezogen wird.

Mir fällt ein alter Spruch ein: Das Gefährliche am Fliegen ist der Boden.


Zum Abschluß passieren wir den Gutshof Mönchsheide, der zu dieser Uhrzeit (morgens) noch geschlossen hat.
Wenig später haben wir dann wieder den Waldparkplatz erreicht.

Track, Übersicht und sonstiges:

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