Rund um die Stauanlage Heimbach

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Motorradfahren oder Wandern war die Frage am heutigen Mittag.
Irgendwie war uns eher nach Wandern.


So ging es nach Heimbach in der Eifel, um dort einmal rund um die Stauanlage zu schlendern.
Zuletzt war ich dort am 20.03.2015 mit dem Rüden unterwegs gewesen (Nationalpark Eifel: Heimbach).


Rur und Burg Hengebach in Heimbach


Die erste urkundliche Erwähnung findet Heimbach im Jahr 673 in Schenkungsurkunden des fränkischen Königs Theoderich I., Vlatten und Hergarten werden im 9. Jahrhundert erstmals erwähnt. Im 10. Jahrhundert wurde der Königshof Vlatten auf die Burg Hengebach verlegt.
Um 1300 erhielt Heimbach nach einer Befestigung der Siedlung einen stadtähnlichen Charakter.
Seit 1602 werden in Heimbach Jahrmärkte abgehalten. 
1614 wechselte Heimbach mit Beendigung des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits an Wolfgang Wilhelm Pfalz Neuburg, ab 1815 gehörte es zu Preußen. Am 8. April 1959 wurden Heimbach die Stadtrechte wiederverliehen aufgrund seiner historischen Vergangenheit und als Würdigung Heimbachs als ein Zentrum des Fremdenverkehrs.
1903 erfolgte der Anschluss der Stadt an das Eisenbahnnetz und 1904 wurde die Urfttalsperre fertiggestellt (Quelle).


Vorbei an der Staumauer Heimbach führt uns der ufernahe Weg nun bis unterhalb der Staumauer Schwammenauel.

Ein kurzer Blick zurück.

Staumauer Heimbach

Staumauer Heimbach.

Bootsverleih an der anderen Uferseite.

Einkehrmöglichkeit Terrasse am See

Unterwegs zum Industriemuseum.

RWE-Industriemuseum.


Das Museum ist im Kraftwerk Heimbach, welches sich noch in Betrieb befindet, untergebracht. Das vollständig erhaltene Jugendstil-Gebäude ist einmalig in Europa.
In dem Kraftwerk selbst sind die alten Messingarmaturen mit den Turbinen zu besichtigen. Im Nebenhaus sind elektrische Geräte von Beginn des 20. Jahrhunderts an ausgestellt. Vom Flaschenwärmer bis zum Zigarettenanzünder finden sich hier historische Elektrogeräte aller Art (Quelle).

 
Blick auf die Stauanlage Heimbach am Kraftwerk

Wendepunkt der Rundwanderung am Wasserkraftwerk am Tosbecken.

Abfluss vom Stausee Schwammenauel oberhalb.

Es geht zurück in Richtung Hasenfeld.

Frühling - wunderbare Gerüche unterwegs.

Auf dem Dschungelpfad unterwegs.

Dschungelpfad.

Dschungelpfad.

Nach etwa 8 km Rundwanderung haben wir Heimbach wieder erreicht und blicken auf die Burg Hengebach.



Die Höhenburg ist eine auf einem frei aus dem Rurtal aufsteigenden 216 m ü. NN hohen Bergrücken errichtete ovale Ringburganlage des 12. bis 14. Jahrhunderts. Den Kern der Anlage bildet der westliche Hof des 12. bis 13. Jahrhunderts mit der Bergfried/Palas-Kombination. Der Erweiterung des 14. Jahrhunderts gehört der östliche Teil des Burgkomplexes an. Dazu gehören der Vorhof der Burg, die Gartenanlage und der Zwinger. Auch die an der Südseite über dem Rurtal errichteten Wohngebäude, die auch zu Verteidigungszwecken eingerichtet sind, stammen aus dieser Bauphase.
Heute ist die Stadt Heimbach Eigentümerin der Burg, die nach der Restaurierung und der äußerst umstrittenen Verbindung der alten Bausubstanz mit modernen Elementen wieder als Restaurant und Hotel diente. Nach Umbau eröffnete am 23. August 2009 auf der Burg die Internationale Kunstakademie Heimbach ihre Pforten (Quelle).

Noch am Eiswagen vorbei und es geht zurück zum Fahrzeug, wo wir nach etwa 9 km-Rundwanderung unsere heutige Tour abschließen.

Wer es kürzer möchte (etwa 6 km Rundwanderung), wechselt am RWE-Industriemuseum mittels der Brücke über die Stauanlage und geht rechts in Richtung des Dschungelpfades.

Übersicht, Karte etc.:

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