Vulkanpfad - reloaded and reversed

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Die erste Runde am heutigen Tag mit der Hundeoma und dem Rüden über die heimischen Felder ließ wettertechnisch nichts Gutes erhoffen.
Kaum war ich zurück, fing es stärker an zu regnen.

Für die Hündin - oder wie Ihr ja wisst "die Rüdin" ;-) - hatte ich mir noch einmal den Traumpfad Vulkanpfad bei Ettringen vorgenommen, den wir zuletzt Ende Mai 2013 gelaufen sind.

Noch unschlüssig fuhr ich in Richtung des Startpunktes an der Hochsimmerhalle.
Das Glück war uns hold. Unterwegs hörte der Regen auf.

Also an dem größeren Parkplatz an der Halle geparkt und beschlossen, den Weg diesmal anders herum zu laufen.


Bei diesem Traumpfad handelt es sich um den von der Wegstrecke kürzesten Rundweg.

Dies tut ihm jedoch keinen Abbruch.

Im Gegenteil. Eine Besonderheit "jagt" die nächste.

Die Beschilderung ist vorbildlich.


Und da wir ja anders herum laufen, treffen wir zuerst auf die Hartbornquelle.

Der Hartborn (übersetzt: Brunnen am bewaldeten Hang) ist ein "Eisenhaltiger Calcium-Magnesium- Hydrogen-Carbonat-Säuerling".





Es geht jetzt ein Stück weit durch den Wald, bis wir nach etwa 1,8 km seit Beginn der Wanderung ...




... am Junker-Schilling-Platz angelangen.




Das Relief des Junker Konrad Schilling von Lahnstein befindet sich - aus unserer Richtung kommend - auf der Rückseite auf einem Basaltfindling.



Auf dem Weg in das Winfeld sehe ich dieses Schild.
Ich kann mich gar nicht an diese Besonderheit erinnern und mache daher einen Abstecher.




Ein paar Informationstafeln entlang des Pfades führen uns zu der 100 Meter entfernten ...


... Wäenloft-Hött.

Diese Bezeichnung ist dem Kottenheimer Dialekt entsprungen und bedeutet: Winfeld-Hütte.

Wie ich gerade lese, gibt es diese Hütte schon seit 2012.
Also seinerzeit tatsächlich vorbeigelaufen.


Der Weg wird uriger und wir nähern uns - wenn wir nicht schon drin sind - dem Winfeld selbst.

Bei dem (Kottenheimer) Winfeld handelt es sich um ein Steinbruchgebiet, welches vor ca. 200.000 Jahren entstanden ist.




Reste eines Abbaukrans.


Vor ca. 200.000 Jahren brach der Bellerberg-Vulkankomplex aus.

Heute umgeben Kottenheimer Büden und Ettringer Bellerberg halbmondförmig den eigentlichen Kraterbereich (Quelle). 

Die Eruption des Bellerberg-Vulkans vollzog sich in mehreren Ausbruchszentren, die gleichzeitig und auch nacheinander aktiv waren. Im Verlauf der Eruption flossen drei Lavaströme aus dem Kraterbereich. Der nördlich des Kraters liegende Strom verfüllte ein altes Tal und erreichte dabei eine Mächtigkeit von etwa 40 Meter. Er bildet das Steinbruchgebiet des Winfeldes (Quelle wie vor).


Die Abbauwände dienen als Kletterareal des Deutschen Alpenvereins.
454 ausgewiesene Kletterrouten der Schwierigkeitsskala III bis IX mit dem Routencharakter Riss, Verschneidung, Wand und Reibung bietet das Kottenheimer Winfeld (Quelle wie vor).




Nachdem wir die Fahrstraße zwischen Ettringen und Kottenheim an einem weiteren Parkplatz überquert haben, nähern wir uns im Wald der nächsten Besonderheit.




Es handelt sich um den Sieben-Stuben-Weg.




Doch bevor wir diese "Stuben" erreichen, geht es zunächst den Berg hinauf.



Wir befinden uns oberhalb des Steinbruchs des Bellbergs und werfen einen Blick hinab bzw. in die Ferne.


Vorbei an dieser Sinnesbank führt uns der Weg nun weiter, bis wir einen Rastplatz mit Aussicht erreichen.

Leider können wir aufgrund des Wetters die sonst schöne Aussicht nicht wirklich genießen.




In einer Kehre geht es nun links hinab.





Dieser Teil des Weges ist - verständlicherweise - mit Holzgeländern geschützt.




Nun treffen wir auf dem weiteren Weg hinab auf die "Siewe Stuwe".






Es handelt sich um Höhlen, welche 1943 in die Lava-Schlacke gehauen wurden ...





... und als Bunker im Zweiten Weltkrieg dienten.



Wir sind wieder auf dem "unteren" Weg angekommen und treffen wenig später auf die Reste eines ehemaligen Sprengstoffbunkers.


Unser nächstes Ziel haben wir nun vor Augen.

Zuvor sehen wir ein Hinweisschild auf das etwa 2,5 km entfernte Terra Vulcania.

Ein Besuch dort im Anschluss lohnt sich auf jeden Fall.




Es geht noch einmal etwas "anstrengender" in die Höhe auf den Ettringer Bellberg.




Auch wenn das Wetter nicht mitspielt, ist die Aussicht dennoch wirklich klasse.






Bald sehen wir Ettringen schon vor uns liegen, gehen durch den Ort ...




... und erreichen nach etwa 7 km Wanderung wieder den Parkplatz an der Halle.


Fazit:

Auch heute hat mir dieser Traumpfad wieder besonders gefallen.
Und ihn "umgekehrt" zu gehen, war tatsächlich eine Alternative.
Der Aussichten wegen bietet es sich aber an, ihn wie vorgeschlagen im Gegenuhrzeigersinn zu gehen, da diese gerade im Beginn sich besser erschließen lassen.

Track, Übersicht, Karte etc.:

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