Nationalpark Eifel: Heimbach


[015-15-15.4-207.3-2116.3]


Die Natur ist ein sehr gutes Beruhigungsmittel.
[Zitat: A. P. Tschechow]


Wie Angelica von WandernBonn heute schon festgestellt hat, waren drei Besonderheiten dieses Tages angesagt:

- Frühlingsanfang (da habe ich allerdings nichts von bemerkt) ;-)
- Sonnenfinsternis (irgendwo da oben über dem tiefen Nebel)
- Tag des Glücks (doch, den hatte ich beim Wandern).

Heute zog es mich nach langer Zeit erneut in den Nationalpark Eifel - diesmal nach Heimbach.





Wir starten am Bahnhof, wo sich auch das Informationszentrum und eines der fünf Nationalpark-Tore befindet



Wir gehen ein Stück weit an der Rur entlang und treffen auf diesen Spielmann, dem es scheinbar auch noch ein wenig kalt ist.


Schon taucht die Burg Hengebach auf, eine auf einem frei aus dem Rurtal aufsteigenden Bergrücken errichtete ovale Ringburganlage des 12. bis 14. Jahrhunderts (Quelle).


Wir bewegen uns in Richtung der Kaimauer der Stauanlage Heimbach.
Nachdem Balou das "Achtung Steinschlag" - Schild gesehen hat und nachfragt, muss ich verneinen. Ich habe für uns keine Helme mit.


Die Stauanlage Heimbach dient zusammen mit dem Staubecken Obermaubach als Ausgleichsbecken für die Wasserkraftwerke der Urfttalsperre und der Rurtalsperre. Es gleicht die Wasserstandsschwankungen (Urftwelle) aus, die durch den stoßweisen Betrieb der Wasserkraftwerke der beiden größeren Talsperren entstehen (Quelle).




Wir beginnen den Aufstieg zu unserem nächsten Ziel, der Abtei Mariawald.




Dabei sind wir schon auf einem Teilstück des Wildnistrails unterwegs.



Ja doch, Balou. Ich komme. Nur schnell fotografieren.



Alsbald erreichen wir über einen Kreuzweg die Aussenmauer der Abtei Mariawald.

Die Geschichte der Abtei Mariawald wurzelt in der Aufstellung einer Pietà im Wald bei Heimbach. 1470 kaufte der Heimbacher Strohdachdecker Heinrich Fluitter eine Pietà und stellte sie in einem hohlen Baumstamm zur Verehrung auf. Dieser Platz erwies sich jedoch als zu einsam, sodass Fluitter eine hölzerne Kapelle an einer Wegkreuzung baute und die Pietà dort aufstellte (Quelle).



Nach einem Schlenker um den dortigen Parkplatz gehen wir nunmehr auf die dortige Kriegsgräberstätte zu.




Auf dieser Kriegsgräberstätte ruhen 414 deutsche Kriegstote des II. Weltkrieges.



Weiter geht es ein gutes Stück durch den Wald hindurch ...



... bis wir nach längerer Zeit an die Rurtalsperre Schwammenauel eintreffen.


Die Rurtalsperre Schwammenauel ist eine 77,4 m hohe, seit 1938 existierende Talsperre im Südwestteil von Nordrhein-Westfalen, die die Rur in der Städteregion Aachen und im Kreis Düren zum 7,83 km² großen Rurstausee (auch: Rursee) aufstaut (Quelle).

Der durch die Rurtalsperre Schwammenauel aufgestaute Rurstausee hat mit Vorsperre Obersee ein Volumen von 203,2 Mio. m³ Stauraum und ist, nach dem Bleilochstausee (Thüringen) und vor dem Edersee (Hessen), der volumenmäßig zweitgrößte Stausee Deutschlands (Quelle wie vor).



Mit einem Schlenker geht es nun wieder hinab an die Stauanlage Heimbach, wo wir am Elektrizitätswerk die Richtung wechseln.

Das Kraftwerk Heimbach wurde im Verbund mit der Urfttalsperre gebaut und am 8. August 1905 in Betrieb genommen. Das Wasserkraftwerk liegt zwar an der Rur, bezieht aber sein Wasser aus der Urfttalsperre über den Kermeterstollen, der 67 Höhenmeter oberhalb des Kraftwerkes in zwei Druckrohre übergeht und eine Wassermenge von 16 m³/s abgibt (Quelle). 


Wir gehen jetzt am Ufer auf dem sogenannten Dschungelpfad entlang.

Bei der Recherche bin ich auf diese Hundegeschichte gestoßen.


Immer wieder finden sich solche Holzbrücken am Uferrand.

Das macht einfach nur Spaß und ist ein schönes Highlight zum bald stattfindenden Abschluss dieser Rundwanderung.



Finden sich keine solcher Holzstege, so geht es auch schon mal so hinauf ...




... und wieder hinab.



Am heutigen Wochentag und bei dem nicht wirklich passablen Wetter sind nur ganz wenige Wanderer auf diesem Weg unterwegs.




Einfach nur schön!



Wir tauchen aus dem Wald auf, passieren diesmal auf der anderen Seite die Kaimauer der Stauanlage und sehen schon die Burg vor uns liegen.


Im Kurpark treffen wir wieder auf unsere Spuren vom Einstieg in die Wanderung und beschließen, an der Burg vorbei zu gehen.
Wir folgen daher diesem Hinweisschild.



In der Burg befindet sich auch eine Gastronomie.










Fazit:

Das war eine Wanderung, die mir wirklich gefallen hat.
Wie beeindruckend muss sie erst sein, wenn die Sonne scheint.
Die Waldverbindung zwischen der Abtei und der Rurtalsperre zieht sich zwar ein wenig, dürfte bei schönem Wetter allerdings auch mit Aussichten glänzen.
Die Stege auf dem Dschungelpfad haben natürlich Zwischenräume, die der Pfotengröße meines Rüden keine Probleme bereiteten.
In den meisten Bereichen finden sich Hundekottüten-Stationen samt Abfalleimer.
Es versteht sich von selbst, die Hinterlassenschaften seines Hundes aufzunehmen.


Karte, Track etc. findet sich wie immer hier:


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