Monrealer Ritterschlag

Da ich am Wochenende wieder ein Hundeseminar besuche - zum Glück um die Ecke - kam der heutige Feiertag für eine Wanderung zu pass.
Was kann man also besser bei dem Tag der Deutschen Einheit machen, als eine geschichtsträchtige Wanderrunde zu gehen.

So ging es heute auf den Traumpfad "Monrealer Ritterschlag".
Dieser Weg wurde zu Deutschlands schönstem Wanderweg 2011 gewählt und ist aktuell (Dezember 2014) auch als Tourentipp des Bergzeitmagazins mit Bericht des Schlenderers aufgeführt.


Mit Wegstrecke vom Parkplatz am Bahnhof über die beiden Burgen wird die Länge des Weges etwa 16 Km betragen.

Die erst angefahrene Parkfläche mitten im Ort am eigentlichen Startpunkt der Tour kann man sich derzeit sparen.
Die Straßen sind eng, am Startpunkt wird gebaut und dort sind gerade mal vier Parkplätze vorhanden.

Es empfiehlt sich daher tatsächlich den Bahnhof anzufahren.
Innerhalb der Saison (wann genau diese ist, war nicht zu erfahren) kostet das Parken für einen Pkw 1,50 €.
Scheinbar ist keine Saison mehr, wir konnten kostenfrei parken.



Die Zuwegung führt uns schon einmal in Richtung der beiden Burgruinen zum eigentlichen Startportal dieses Traumpfades.



Wir gelangen in den beschaulichen Ort Monreal.

"Die ältesten erhaltenen Siedlungsspuren in Monreal stammen aus vorchristlicher Zeit" (Quelle).

Urkundlich erstmals erwähnt wird es 1193 als „Cunisberch“ (Königsberg). Anfang des 13. Jahrhunderts weiteten die Grafen von Virneburg ihren Einflussbereich auf die kleine Siedlung aus. Der Mode der Zeit entsprechend verwendeten sie von nun an den französischen Namen „Monroial“ (= Königsberg). Später wurde daraus der heutige Name „Monreal“ (Quelle).




 Wunderschön!


Ein wenig Schwierigkeiten haben wir anfangs schon, den passenden Einstieg in den Traumpfad zu erlangen.
Wir entscheiden uns für die vorgeschlagene Wanderrichtung im Uhrzeigersinn und gehen hier gleich - abgehend von der Untertorstraße - neben dem Elzbach unter der L98 durch.


Wir gehen weiter am Elzbach entlang, an der Kirche vorbei, ein kurzes Stück auf der Wohnstraße Walkmühle vorbei und wechsen hier an der Grillhütte über den Trillbach.


Und gleich hat uns die Wanderstrecke gefangen genommen.
Auf schmalem Pfad geht es stetig aufwärts. Unter uns plätschert der Elzbach. Ab und an können wir rechts die Burgruinen sehen.

Der Wald öffnet sich und es geht wieder ein Stück hinunter am Schürenhof vorbei.

Hier befindet sich auch Uschi's Hofladen.

Im weiteren Verlauf passieren wir den Suhrhof und treffen auf diesen reaktivierten Hohlweg, der - links auf dem Bild zu - sehen nach oben führt.

Zunächst laufen wir noch durch Wald, dann am Waldrand vorbei, bis sich die Landschaft wieder öffnet.

Wir befinden uns hier am Juckelsberg und geniessen einer der vielen Aussichten, die uns noch erwarten werden.


Bald macht die Wegführung einen schlenker nach links und wir gehen wieder aufwärts bis fast zum höchsten Punkt des Juckelsberges.


Hier wartet schon eine Sinnesbank auf uns, die wir aber - im wahrsten Sinne des Wortes - links liegen lassen.
Aber nicht, ohne wiederum noch einen Blick in die Ferne zu werfen.


Den höchsten Punkt der Wanderung erreicht, überqueren wir die L98 und gehen später am Waldrand und durch Waldstücke bis hin zum Monrealer Wald.

Wir blicken jetzt in Richtung Bermel.



Noch ein kurzes Wegstück geradeaus und dann geht es serpentinengeführt abwärts ins Tal bis hin zum Thürelzbach.



Ein kurzer Blick zurück zeigt, warum festes Schuhwerk dringend erforderlich ist.



Bis fast ganz da unten müssen wir noch hinab.

Wieder eine gradiose Aussicht.



Nachdem wir die Eisenbahnlinie durch einen Tunnel unterquert haben, geht es auf der anderen Seite wieder über den Thürelzbach hinüber.



Nachdem wir diesmal die L96 überquert haben, geht es leicht den Berg hinauf bis hin zur Unteren Augstmühle.


Eine Brücke leitet uns über den Elzbach und wir sind an den Sportplätzen angekommen.

Wer die Burgen nicht besuchen möchte, kann hier nach rechts abkürzen, um wieder zum Parkplatz zu gelangen.


Die Burgen sind jedoch Bestandteil der Traumpfadwanderung und wir folgen dem Weg nach links.

Jetzt wird es wandertechnisch aber "fies".
Er geht steil über Serpentinen den Berghang hinauf.


Und es nimmt kein Ende ;-)

Jetzt merkt man doch, dass man bereits knapp 12 km hinter sich gebracht hat.
Es wird beschwerlich - bis für den Rüden.

Der ist genervt, weil er auf mich warten muss.


Wir haben es geschafft und den Aufstieg hinter uns gebracht.

Zur verdienten Belohnung erhalten wir einen Blick auf die Löwenburg (auch Burg Monreal genannt).


Nach einer offenen Wanderstrecke geht es wieder in den Wald auf schmalem Pfad entlang.

Die schweren Passagen haben wir hinter uns gelassen.

Der Weg führt nach links.
Ein Wegweise weist uns darauf hin, dass wir in etwa 100 Meter rechts auf die Phillipsburg treffen.

Wir machen natürlich diesen kleinen Abstecher, jedoch nicht ohne zuvor noch einen Blick auf die Löwenburg zu werfen.

An der Burguine Phillipsburg machen wir unsere erste Rast.

Wir hatten es uns an dem Turm gemütlich gemacht, etwas getrunken und gegessen.

Der Rüde hat sich an mich gekuschelt.
Was kann schöner sein ?



Wir nehmen den Weg wieder auf und bewegen uns auf die Löwenburg zu.



Auch diese Ruine ist kostenfrei zu besichtigen.
Derzeit aber in Teilbereichen für Erhaltungsmaßnahmen gesperrt.


Aufgrund dieser Arbeiten geht der Traumpfad auch nicht wie ursprünglich durch die Ruine, sondern vor Betreten der Burg selbst rechts hinab.

Das Hinweisschild war etwas irreführend.



Wir haben wieder Monreal erreicht und werfen einen letzten Blick zurück auf die Löwenburg.



Theoretisch hätten wir wieder auf den Zuweg wechseln können, wir sind jedoch an der Straße am Dorf weitergelaufen und biegen hier gerade zum Bahnhof ab.





Fazit:

Das ist ein Traumpfad, der uns wirklich begeistert hat.
Nicht zu viele Waldpassagen, die dann aber sehr interessant.
Schöne Aussichten und natürlich der Besuch der beiden Burgruinen und der historischen Innenstadt.

Ab und an gelangen Hunde an Bäche, dennoch sollte Flüssigkeit mitgeführt werden.
In mehreren Pfadbereichen ist es sehr eng und es geht steil daneben abwärts.
Hunde sollten an die Leine genommen werden und leinenführig sein.

In einigen Bereichen waren Holzstufen weit auseinander bzw. Felsen sehr weit auseinander.
Kleine Hunde dürften hier Probleme mit der Bewältigung bekommen.

Link- / Lesetipp:

Bergzeitmagazin Tourentipp: Wandern in der Eifel - Monrealer Ritterschlag (Magazin des gleichnamigen Outdoorshops BERGZEIT).



Kommentare

Wander Hund hat gesagt…
Ey Hömma....

du has genau so'n fotogeilen Hund wie ich. Alleweil schiebt sich da 'n Kopp ins Bild :-))

Schöne Tour mit tollen Bildern. Herbst is schon watt dolles, oder?

Gruß vom WanderHund
Mungo hat gesagt…
Deswegen habe ich ja auch das 18er Objektiv dabei, damit der Kopp auch immer drauf kann ;-)

Jepp. Ich freue mich fototechnisch immer auf den Herbst bei schönem Wetter und bunten Farben!!!

Grüße: Mungo
Elke hat gesagt…
Gestern habe ich mit SOhnemann telefoniert und ihm von unserer Wanderung erzählt. Der ist fast aus den Schuhen gekippt, eben wegen der schmalen Pfade. Er warnt mich ausdrücklich es nicht zu unterschätzen, wenn ein 30kg Hund abrutscht und ich hänge hinten an der Leine. Das ist schon eine gruselige Vorstellung.

Zu deiner TOur: Tolle Fotos, das ist ja immer so :-)
und ja, der Monrealer ist auch für mich ein Weg, der begeistert.
LG Elke