Hochbermeler

Nach vier Tagen "Wanderabstinenz" lockte mich der Ruf der Traumpfade heute erneut und es ging zum Traumpfad Hochbermeler in der Eifel.

Update: Weiterer Wanderbericht zu diesem Traumpfad im April 2017 findet sich hier.





Da es warm werden sollte, sind wir recht früh gestartet.

Diese Wandertafel ist übrigens erst am eigentlichen Startpunkt zu sehen.



Wir sind nach Fensterseifen gefahren und haben den Wagen dort an - naja - Abstellmöglichkeiten geparkt.
Im Ort selber sind keine Parkplätze vorhanden.








Über die schmale asphaltierte Straße geht es somit auf dem Zuweg bis zum Startpunkt selbst. 


Zunächst schrauben wir uns durch den Wald langsam nach oben.
Alsbald treffen wir auf eine größere Fläche, bevor es wieder in den Wald hinein geht.


Bislang hat uns dieser Wanderweg noch nicht richtig einfangen können.

Vor einer Wegekreuzung finden wir ein Insektenhotel.


Endlich lichtet sich der Wald wieder und wir erwarten nunmehr sehnsüchtig schöne Aussichten.

Ok. Finden wir auch - haben aber auch schon schönere gesehen.

Wir folgen der Wegführung über diese offene Fläche.

In der Ferne hören wir Warnsignale eines Zuges, der sich im Tal bemerkbar macht.

Grund sind die vielen unbeschrankten Bahnübergänge.

Entweder haben wir die Markierung übersehen, oder sie war nicht vorhanden.
Auf jeden Fall verlaufen wir uns das erste Mal.
Hätten wir nicht auch eine digitale Wanderkarte dabei gehabt, hätten wir uns immens vertan.
Wir gehen auf gut Glück durch den Wald hinunter und treffen tatsächlich auf die Wanderroute.
Es geht wieder durch den Wald.

Mitten im Wald geht es für knapp 100 Meter in den Wald hinein und danach zurück auf den Waldweg.
Das Wanderschild weist darauf hin, dass wir hier an der historischen Köhlerhütte stehen.

Ich finde es ein wenig lieblos. Kein weiterer Hinweis auf Sinn / Ursprung etc.
Schade. Das geht besser.

Wir wandern weiter auf dem Weg aufwärts.
In einer Kehre finden wir leider erneut keinen Wegweiser und folgen dieser Kehre.

Intuitiv nehmen wir an, dass wir schon wieder eine Markierung verpasst haben.
Erneut einen Blick auf die Wanderkarte geworfen und versucht, wieder irgendwie auf den rechten Pfad zu kommen.
Hier queren wir eine Wiese, um wieder auf den Traumpfad zu stoßen.



Wenigstens kein Wald mehr.
Aber da sind die Geschmäcker ja zum Glück verschieden.
Es geht ein Stück weit über diese asphaltierte Straße.



 



Es geht erneut in den Wald hinein.
Interessant wird dies erst, als der Weg schmaler wird und wir auf diese Aussichtsplattform treffen.



Das ist dann tatsächlich eine Aussicht, die mir gefallen kann.


Es geht nun bergab und zunächst habe ich vor, den Traumpfad zu verlassen und noch eine andere Wanderstrecke zu wählen, die zum Fahrzeug führt.
Gut, dass ich das nicht gemacht habe.

Tatsächlich kommt jetzt erst das für mich persönlich schönste Stück der Wanderung.



Auf schmalem Pfad geht es zu dieser imposanten Aussicht in der Eifel.
Hier finde ich auch die erste (einzigste?) Sinnesbank.




Hier kann man verharren und den Blick in die Ferne schweifen lassen.


Es geht weiter abwärts und wir stehen ein einem Steinbruch.
Von dort oben haben wir eben hinunter geschaut, als wir auf der Plattform standen.




Letztendlich führt wieder ein Waldweg nach Fensterseifen. Wir durchqueren den Ort und beenden die Wanderung am Fahrzeug.





Fazit:

Irgendwie hatte ich mir von diesem Weg mehr versprochen.
Er hat mich nicht begeistert.
Frei nach Tucholsky: Vielleicht habe ich ihn auch nur nicht verstanden.
Er machte auf mich den Eindruck, als wenn man die zwei interessanten Kilometer irgendwie um weitere acht Kilometer verlängern wollte.
Nicht, dass das jetzt falsch rüberkommt: Keinesfalls möchte ich das Engagement der ehrenamtlichen Helfer etc. schmälern. Ich weiß von anderen Wanderern, dass ihnen dieser Weg gefallen hat.



Kommentare

Elke hat gesagt…
Hallo Mungo,
also wenn ich deine Beschreibung so lese, dann denke ich mir, dass ich vielleicht einfach nur glücklich über das schöne Wetter und die Grüche war. Den ersten Ausblick hatte ich schon kurz hinter dem "Parkplatz". Die Wegezeichen sind wirklich teilsweise unglücklich angebracht, das stimmt eindeutig.

Wie ich schon sagte, meine Eindrücke und Bewertungen sind sicher reichlich stimmungsabhängig und ob mir das Wetter gut bekommt und was weiß ich. Schade ist es, wenn eine Anfahrt sehr lang ist und dann eine Enttäuschung droht.

Das nächste Mal wird´s besser :-)
LG Elke