Samstag, 21. Januar 2017

Wandern ist für mich ...


... so beginnt die offene Einladung von Elke Bitzer auf ihrem BLOG "Fotografische Reisen und Wanderungen" (auch Facebook), einen Artikel hierzu zu schreiben.

Mir gefällt die Idee und Elke ist mir sehr symphatisch, obwohl wir uns noch nie gesehen haben.
Aber wir sind in "Kommentarkontakt", so dass ich sicher bin, dass ich sie richtig einschätze.

Und da ich manchmal -insbesondere in der Freizeit- etwas denkfauler bin, nutze ich doch glatt ihre möglichen Fragen und werde ein paar davon beantworten wollen.

Wann und wo warst Du ein erste Mal wandern?



Das genaue Datum oder Jahr ist mir nicht mehr erinnerlich.
Aber in Erinnerung ist mir geblieben, dass ich schon früh als "Pimpf" mit meinem Großvater über die Felder gelaufen bin und später mit meinen Eltern im Sommer immer in den Bergen (Österreich, Bayern, Italien ...) unterwegs war.

Was war der Beweggrund, in die Natur zu gehen?


Ganz ehrlich? Mein Gewicht seinerzeit.
Hoher Blutdruck, Kleidung nur noch beim Zelteversand bestellen (lach), aber auch eine Routineoperation. Bei knapp unter 140 kg damals habe ich mich im OP-Saal selber auf den Tisch legen müssen, da die Betten in Schräglage dieses Gewicht nicht halten konnten.
Nach dem Aufwachen schwor ich mir, niemals wieder so aussehen zu wollen.
Zumal ich im Grunde immer sportlich war, nur irgendwann gar nichts mehr gemacht habe.
Kurz: ich habe mein Ziel erreicht - muss mich aber jetzt jedes Mal beim Sturm am Baum festhalten (lach).

Die Hunde sind aus dem Hundesport entwachsen, wollen aber bewegt werden.
Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie beim "Wandern" viel mehr Spaß "in Tüten" haben.

Unterwegs mit der alten Hundenase namens INCI - nunmehr (2017) ganze 18 Jahre alt.

Mit welcher Streckenlänge hast Du begonnen und wie weit wanderst Du heute?


Ich habe mit den Traumpfaden begonnen und hier mit dem kürzesten (etwa 7 km).
Diesen Traumpfad bin ich inzwischen mehrfach gegangen, habe aber noch die Erinnerung daran, wie schwer er mir damals vorkam.
Im Laufe der Jahre habe ich mich immer weiter gesteigert und war bis knapp unter 30 km unterwegs.
Am meisten Spaß machen mir aber die Wanderungen bis etwa drei Stunden Dauer, wobei ich schon schnell unterwegs bin.
Derzeit gehe ich zwei bis drei Runden, wenn ich Zeit für Wanderungen habe und komme wenigstens so auf etwa 15 km. Dies ist allerdings auch dem Alter und der Gesundheit der Hunde geschuldet.

Unterwegs mit DRAGA auf dem Vulkanpfad.


Wie lange brauchst Du um abzuschalten?


Inzwischen gelingt mir dies schon beim Aussteigen aus dem Fahrzeug.
Es gab aber auch schon Zeiten, da brauchte ich unterwegs minimum 30 Minuten, bevor ich "runter gekommen war".

Unterwegs auf dem Traumpfad Vulkanpark mit der blauen Dobermannhündin DRAGA.

Welches Wegeprofil magst Du am liebsten und warum ist das so?


Kommt ein wenig auf die Jahreszeit an. Wenn es matschig ist und ich in den "Bergen der Eifel" unterwegs bin, dann mag ich auch schon mal gerne breite Wege.
Mit Asphalt habe ich es gar nicht, lässt sich aber auch nicht immer verhindern.
Pfade habe ich am liebsten.
Wobei: eine ausgewogene Mischung von allem macht eigentlich ihren Reiz aus.


Unterwegs oberhalb von Schuld (Eifel) mit dem Rüden BALOU.

Wanderst Du auch bei Regen und wie empfindest Du Regenwanderungen?


Das Wetter ist mir eigentlich völlig egal.
Wenn es in Strömen auf Dauer regnet und ich bin noch nicht unterwegs, dann würde ich jedoch von einer Wanderung absehen.
Bin ich unterwegs, dann ist es eh zu spät. Dann geht es weiter. Wobei ich zusehe, dass ich in den Wald komme, da ich mir ein wenig "Schutz" von oben verspreche.
Gefallen tun mir Regenwanderungen aber nicht wirklich.

Schneewanderung im Gestöber bei Arft (Nähe Nürburgring)

Welches Gefühl nimmst Du nach den Wanderungen mit in den Alltag und wie lange hält die Wirkung einer Wanderung an.

Schwierig zu sagen. Ich würde mich als wandersüchtig beschreiben. So werde ich auch sehr ungehalten, wenn ich nicht zum Wandern komme.
Nach einer Wanderung "durchlebe" ich diese am gleichen oder spätestens nächsten Tag erneut.
Die Bilder werden gesichtet, der Blogbeitrag geschrieben.
Und irgendwie finde ich mich an den Arbeitstagen gelassener.

Wanderst Du in Gruppen oder doch lieber alleine?

Im Grunde genommen bin ich ja in einer Gruppe unterwegs mit den Hunden (lach).

Wenn noch jemand weiteres dabei ist, dann macht das auch noch Spaß - wie ich schon mit ein paar Gleichgesinnten positiv erfahren durfte.

Gruppenwanderungen sonst: kann man mich mit jagen.
Obwohl die gemeinsame Wanderung mit den "Wanderteufeln" richtig Spaß gemacht hat und ich mich schon auf die Wanderung in diesem Jahr freue.


Ehrbachklamm mit Nik und BALOU.